So eröffnete Gastredner Diakon Erwin Helmer am Josefstag im Kolping-Bildungszentrum Augsburg seinen Vortrag zum Thema „Kostenfaktor Mensch?“ Mit aktuellen Beispielen machte er deutlich, dass Unternehmer, die mit Mut und Kraft verantwortlich handeln, heute wichtiger sind denn je.
Den Schutz der Schwachen im Blick
Er forderte dazu auf, dass sich gerade „gerechte Gruppen“, wie KAB, Kolping und Gewerkschaften noch stärker vernetzen sollen. „Menschen zu vernetzen, den Schutz der Schwachen im Blick zu haben, Gerechtigkeit und Solidarität zu leben“, hält der KAB Diözesanpräses für unabdingbar. Für die Zukunft setzt sich Helmer für eine neue Kultur der Solidarität ein, die sich nicht an Marktgesetzen orientiert, sondern an den Bedürfnissen der Menschen als Person.
Mindestlohn für Sicherheit
Helmer setzte sich in seinem Vortrag auch für einen gerechten Mindestlohn ein, „der anständig und fair sein muss, der reichen muss für das Leben und der Bildungsmöglichkeiten und Sicherheiten ermöglicht“.
Im Zeichen des Schutzpatrons
Kolping Diözesanpräses Alois Zeller wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass die traditionelle Einladung zu „Kolping & Wirtschaft“ am Josefstag darin begründet ist, dass das Namensfest des Heiligen bei Kolping ganz besonders im Zeichen des Schutzpatrons der Handwerker und Jugendlichen steht. Und so haben auch Jugendliche der BvB Hauswirtschaft, Hotel- und Gaststätten die zahlreichen Gäste – darunter Bürgermeister Hermann Weber, Sozialreferent Max Weinkamm, SPD- Landstagsabgeordneter Harald Güller sowie die Geschäftsführer der Arbeitsagentur Reinhold Demel und Roland Fürst – mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.