In der Anwesenheit von Ministerpräsidentin Helen Zille (Western Cape) und Staatsminister Siegfried Schneider (Bayern) wurde die Partnerschaftsschau am 9. Juni eröffnet. Zur „Bayern trifft Western Cape Expo“ kamen u.a. die Isargauer Trachtler und Musiker, die Musikgruppe Haindling! Es wurde eine Vielzahl bayerischer Aktivitäten gezeigt und in Kapstadt fand in dieser Zeit zum ersten Mal eine Bayerische Filmwoche statt.
Als Vertreter des Kolping-Bildungswerkes in der Diözese Augsburg e.V. waren der Vorsitzende Ludwig Schmid sowie Anton Fuchs, zuständig für internationale Projekte, vor Ort anwesend. Das „Bayerische Haus“ dienste neben dem Thema Fußball auch dem Kulturaustausch.
Lebendige Werkstätten
In der Ausstellung wurde daher vor allem die Vielseitigkeit dieser Partnerschaft herausgestellt und gefeiert. Die unterschiedlichsten nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) Bayerns und deren Partner präsentierten sich mit einem eigenen Stand. Kolping hat sich unter anderem mit „lebendigen Werkstätten“ vorgestellt und über dessen soziale und bildungspolitische Arbeit informiert.
Hintergrundinfo: Zukunfts-Perspektiven Jugendliche
Die Herausforderungen in Südafrika sind auch fast zwei Jahrzehnte nach Abschaffung der Apartheid groß. Die Jugendarbeitslosigkeit im südlichen Afrika ist mit 21% weltweit am höchsten. Mit dem sogenannten „Work Opportunity Program“ hilft Kolping Südafrika genau diesen Benachteiligten. Den jungen Leuten werden zunächst grundlegende Fähigkeiten, sog. life-skills, vermittelt, denn diese jungen Frauen und Männer haben nach langer Arbeitslosigkeit kaum noch Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. In einer zweiten Phase erlernen sie praktische Fähigkeiten, die sie für ihren angestrebten Job benötigen. Nach einem Praktikum im Unternehmen werden die meisten dort übernommen.